Refa-Fach- und Branchenorganisation
Nanotechnologie im Fokus - Besuch aus dem Ministerium
Dr. Christian Grugel vom Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Berlin, beleuchtete
auf der REFA-Fachtagung der Branchenorganisation Nahrung
und Genuss am 2. und 3. April 2009 in Burg/Spreewald die
Chancen und Risiken der Nanotechnologie für das Ernährungsgewerbe
und stellte die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Entwicklung
heraus.
Die Nanotechnologie beschäftigt sich mit Dimensionen
und Fertigungstoleranzen unterhalb von 100 Nanometer, wobei
Materialien im Nanoskalierungsbereich erschaffen werden,
die neue Funktionalitäten und Eigenschaften zur Verbesserung
bestehender oder für die Entwickliung neuer Produkte
und Anwendungsoptionen erwirken können.
Als bekanntes Beispiel nannte er den Lotuseffekt, der eine
selbstreinigende Eigenschaft von Oberflächen erzeugt.
Mittlerweile sind bereits mehr als 80 Produkte mit Nanobestandteilen
im Nahrungs- und Verpackungsmittelbereich im Einsatz.
Der Teilnehmerkreis unter der Leitung des REFA-Vorsitzenden
Uwe Grebe war sich nach dem naturwissenschaftliche geprägten
Vortrag, der auch die politischen und gesellschaftlichen
Aspekte dieses interessanten Themas beleuchtete, einig, dass
weitere gesetzlich vorgeschriebene Zulassungen von Produkten
folgen werden.
Hierzu müssen mögliche Risiken der neuen Technologie
in den einzelnen Bereichen sicher abgeschätzt werden
können, die Produkte zur Verfügung stehen und die
Verbraucher informiert werden.
Wichtig seien bei neuen Technologien immer die realistischen
Einschätzungen und keine Emotionalisierung in der öffentlichen
Meinung, so der Vorsitzende abschließend.
Seite 20 REFA Verbandsnachrichten 2/200
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